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Thema: Wiki - BTRFS Diskussionsthread (Gelesen 857 mal)
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Sebastian
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Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« am: 12. Januar 2025, 12:33:25 »
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Das ist der Diskussionsthread von der BTRFS Wikiseite
Fragen, Anregungen etc. bitte hier rein
LG Sebastian
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Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #1 am: 12. Januar 2025, 18:32:17 »
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Ich habe noch nicht weiter geforscht (eigentlich ein no-go) - trotzdem eine Frage an den, der hier mehr Vorkenntnisse hat:
Kann ich eine Swap-Möglichkeit einrichten mit Hibernate-Möglichkeit, wenn ich BTRFS RAID1 verwenden möchte? Nach dem WIKI sieht es ja so aus, als wenn sich diese beiden Sachen gegenseitig ausschließen...
LG Andreas
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Wissen ist das einzige Gut, das mehr wird, wenn man es teilt - wenn es Menschen gibt, die es teilen, und es Menschen gibt, die bereit sind, dieses Geschenk auch mit eigenem Einsatz anzunehmen.
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Sebastian
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #2 am: 12. Januar 2025, 19:06:32 »
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Über eine Swapdatei nicht, aber über eine Swappartition. Quasi das der Swap nichts mehr mit Btrfs zutun hat. Damit befindet sich kein Swap im Btrfs und damit können weiterhin die RAID Profile von Btrfs verwendet werden. Damit wird natürlich aber auch nicht der Swap gespiegelt.
So müsste man das machen, wenn man die Btrfs eigenen Raid Funktionen nutzen möchte.
Falls man ein klassisches RAID1 mit mdadm lieber machen möchte (Also btrfs quasi nichts davon weis das es als Raid läuft) weiß ich nicht wie sich das verhält, da ich keine Erfahrung mit mdadm habe.
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 12. Januar 2025, 19:07:27 von Sebastian » |
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Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #3 am: 12. Januar 2025, 19:25:23 »
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Danke für die Klarstellung. Ich werde dann eine eigene SWAP-Partition anlegen und das so handhaben wie bisher. Dass dann vom RAID-System die 4...8GB an Swap-Größe verloren gehen dürfte keine übergeordnete Rolle spielen,
Dass das Swap nicht gespiegelt ist ist schon eher ein Problem. Ich denke, wenn das Swap in Benutzung war und diese Platte radikal ausfällt dürfte das System in echte Not geraten bis zur Kernel-Panic. Von einem, wie bei RAID1 eigentlich erwarteten "läuft einfach weiter und man muss nur die defekte Platte tauschen" sind wir also wieder ein Stück weit weg...
LG Andreas
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Sebastian
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #4 am: 12. Januar 2025, 20:39:07 »
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Das ist richtig, Raid ist von Btrfs auf Dateisystem Ebene implementiert und nicht auf der Blockebene.
Und ja, der Swap wäre so nicht gespiegelt, und zumindest die Hibernate Session wäre bei einer Festplatte Ausfall so verloren. Ob Btrfs dadurch allgemein kaputt geht, ist aber jetzt wieder was interessantest, was ich gerne mal ausprobiere und die Situation mal später nachstelle.
Um auf Nr. sicherzugehen, beutetet es Raid != Hibernate mit btrfs eigenen Möglichkeiten zurzeit noch.
Nachtrag:
Ich habe noch mal die Btrfs Dokumentation konsultiert und da heißt es übersetzt:
Die oben genannten Einschränkungen (einzelnes Gerät und einzelnes Profil) beziehen sich auf die Swap-Datei selbst, d. h. die Extents und ihre Platzierung. Es ist möglich, eine Swap-Datei auf einem Dateisystem mit mehreren Geräten zu erstellen, solange sich die Extents auf einem Gerät befinden. Dies kann jedoch nicht vom Benutzer beeinflusst werden und hängt von der Fragmentierung des freien Speicherplatzes und dem verfügbaren ungenutzten Speicherplatz für neue Blöcke ab.
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Das Interpretiere ich so, dass es anscheint vielleicht doch möglich ist. Angenommen, ich habe bis jetzt nur 1 Platte, erstelle die Swapdatei, damit ist sichergestellt das die Swapdatei Extents sich vollständig nur auf dieser Platte befinden. Füge nachträgliche eine zweite Platte dazu und stelle dann auf Raid1 um. So wird vielleicht auch die Swap-Datei gespiegelt, aber da eine Swap-Datei ohne COW ist, bedeutet das auch das Btrfs keine Checksummen Prüfung vornehmen kann. Und damit auch nie weis ob beide Swapdateien synchron laufen.
Angenommen bei einem Hardwareausfall von einer Platte, kann Btrfs nicht feststellen, ob auf der zweiten Platte die Swap-Datei in Ordnung ist (Sprich vollständig übertragen wurde). Weil einfach die Checksummen dafür fehlen. Im schlimmsten Fall würde so unbemerkt die zweite Platte einen Defekt haben, dort die Swap-Datei übertragen werden und Btrfs kann nicht verifizieren ob die Spieglung der Swap-Datei zu 100 Prozent geklappt hat (falls die Platte nicht selbst einen IO Fehler zurückgibt).
Sollte eine Platte wiederum im ausgeschalteten Zustand einen Defekt bekommen (z.b. nicht mehr anlaufen) so ist die Wahrscheinlichkeit zwar höher, dass auf der anderen Festplatte noch eine intakte Swap-Datei liegt. Aber ohne die Checksummen kann man das halt nie wissen. Ist also dann eher alles Glücksspiel. Aber dieses Glücksspiel hat man, glaube ich mit mdadm auch oder prüft mdadm ob eine Datei korrekt auf der anderen Platte angekommen ist? Und dass beide Dateien 100% identisch sind?
Aber das ist wieder etwas was ich gerne mal Ausprobieren möchte 
Also es bleibt, wer auf Nr sicher gehen will, muss ein RAID mit mdadm umsetzen, wenn er auch einen gespiegelten Swap benötigt z.b. für den Hibernate.
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 13. Januar 2025, 16:48:13 von Sebastian » |
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Sebastian
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #5 am: 13. Januar 2025, 17:24:44 »
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Habe das nun mal ausprobiert, das btrfs RAID1 Profil auf einem Dateisystem zu aktivieren, das eine Swapdatei enthält. Leider wird das Extant, das die Swapdatei beinhaltet weiterhin mit dem Single Profil betrieben und wird somit nicht gespiegelt. Man hat dann ein Btrfs im sogenannten Mixt Modus, wo Daten mit unterschiedlichen Profile vorhanden sind.
Beim längeren überlegen, ist mir aber auch eingefallen das es, selbst wenn das funktioniert hätte es kein Sinn ergibt. Da die Btrfs RAID Funktion ja auf Dateisystem ebene arbeitet, wäre so oder so z.b. bei einem Modernen UEFI Rechner auch nicht die ESP (EFI System Partition) im RAID mit drin oder auch nicht bei einem BIOS Rechner der Bootloader am Anfang der Platte. Es wird ja nur das gespiegelt, das sich im btrfs Dateisystem befindet.
Damit ist die RAID1 Funktion von Btrfs für Systemfestplatten eher als Backup für sein Betriebssystem anzusehen als eine 1:1 Kopie der Platte. Damit wird die RAID1 Funktion eher einen nutzen haben, wenn ein Btrfs als Datengrab gespielt werden soll, das kein Betriebssystem beinhaltet. Da kann ich mir das auch mit der Checksummen Prüfungen ganz praktisch vorstellen, wenn das eigene Datenarchiv auf Datenkorruption geprüft und auch selbst geheilt werden kann.
Wer also eine 1:1 Spieglung der kompletten Platte benötigt, mit allen anderen Partitionen und Dateisystemen kommt um mdadm nicht herum. Da dies auf Blockebene arbeitet.
Im Endeffekt ist es aber auch logisch, dass Btrfs dies nicht leisten kann (oder muss) weil es ja schließlich auch nur ein Dateisystem ist, das sich um sich selbst kümmert.
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 13. Januar 2025, 17:39:49 von Sebastian » |
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Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #6 am: 13. Januar 2025, 17:39:05 »
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Ja, das habe ich schon fast erwartet... Danke fürs ausprobieren!
LG Andreas
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Sebastian
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Btrfs Seeding Device
« Antwort #7 am: 16. Januar 2025, 16:19:36 »
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Einleitung:
Hallo Andreas,
Nachdem ich so grob gesehen habe, wie du dein System für Kunden aufsetzt, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie du dein Deployment für Systeme auf Btrfs Basis, für dich vielleicht noch einfacher machen kannst. (falls du das anbieten möchtest)
Und zwar mit einer Btrfs eigenen Funktion, die genau dafür gemacht ist. Ein Btrfs als Seeding Device einzusetzen. Das ist dann wie eine Readonly Vorlage, womit man ein beschreibares Gerät mit koppeln kann. Damit machst du quasi dein System in einem Btrfs fix und fertig (mit allen Subvolumen etc.) versetzt es in den Seeding-Modus (damit ist es Read-only) und fügst diesem "Seeding Device" einfach ein neues Device hinzu. Dieses neue Device ist dann beschreibbar und greift auf die Daten, vom "Seeding Device" als Vorlage (ihm Unterbau) drauf zurück. Und alle neuen Schreibvorgänge werden auf der neuen Platte gemacht.
Damit könntest du noch finale Änderungen (wie home Ordner etc.) durchführen und dann das "Seeding Device" aus dem Verbund entfernen. Beim Entfernen des "Seeding Devices" wird Btrfs dann alle Daten vom "Seeding Device" auf das verbundene Gerät schieben. Und du hast damit eine Vollständige angepasste Kopie deines Originalsystems auf der neuen Platte. Zudem wirst du auch kein Problem mit der UUID bekommen, da beim Hinzufügen eines neuen Gerätes zum "Seeding Device" jedes Mal eine neue UUID dem Dateisystem vergeben wird.
Falls du später dann mal dein "Seeding Device" (Vorlage) aktualisieren möchtest, kannst du es auch wieder aus diesem Modus herausnehmen und damit wieder beschreibbar machen.
Nachfolgend eine vereinfachte, beschriebene Vorgehensweise:
Seeding Device Vorbereiten:
Erstellen des Dateisystems
mkfs.btrfs -L "COMETOLINUX" /dev/sdX1 |
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Dateisystem Wurzel (ID 5) Mounten, um es mit Daten zu befüllen
mount --mkdir -t btrfs -o noatime /dev/sdX1 /mnt/seeding |
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Subvolumen anlegen (Optional @log, falls nach einem Rollback, Forensik gewünscht ist, oder später in ein Read Only Snapshot gebootet werden können soll)
btrfs subvolume create @ @home @cache @.snapshots @swap |
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Mounten der Subvolumen:
mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@ /mnt/seeding-@ /dev/sdX1 mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@home /mnt/seeding-@/home /dev/sdX1 mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@cache /mnt/seeding-@/var/cache /dev/sdX1 mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@.snapshots /mnt/seeding-@/.snapshots /dev/sdX1 mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@swap /mnt/seeding-@/swap /dev/sdX1
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Daten hineinkopieren
rsync -aAXxSHP --stats <Quelle> /mnt/seeding-@ |
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Ins system Chrooten und weitere Anpassungen vornehmen
chroot vorbereitungen treffen...
chroot /mnt/seeding-@
Updates etc.
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#Chroot verlassen und Subvolumen Unmounten
Seeding Device Dateisystem Unmounten
Setzen des Seeding-Mode Flags (Danach ist es Read-only)
btrfs btrfstune -S 1 /dev/sdX1 |
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Ab hier ist das Seeding Device fertig vorbereitet und kann als Goldenes Image (Vorlage) betrachtet werden. Das nur noch bei Bedarf aktualisiert werden kann indem der Seeding Modus wieder ausgeschaltet wird und es damit wieder beschreibbar wird.
Neue Platte für den Kunden anschließen:
Neue Platte Partitionieren
gdisk/fdisk ESP Partition erstellen etc. je nach System |
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Seeding Device wieder mounten (ist jetzt im Seeding Mode)
mount -t btrfs /dev/sdX1 /mnt/seeding |
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Neue Platte dem Seeding Device hinzufügen
btrfs device add /dev/sdY2 /mnt/seeding |
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Wieder unmounten, um beim nächsten Mount den Mountpunkt beschreibbar zu machen. Beim nächsten Mounten sieht man dann den Inhalt des "Seeding Devices" aber alle neuen Schreibvorgänge finden auf der neuen Platte des Kunden statt.
umount /mnt/seeding mount --mkdir -t btrfs -o noatime, /dev/sdY2 /mnt/writetable mount --mkdir -t btrfs -o noatime,subvol=@ /dev/sdY2 /mnt/writetable-@ mount -t btrfs -o noatime,subvol=@home /dev/sdY2 /mnt/writetable-@/home mount -t btrfs -o noatime,subvol=@cache /dev/sdY2 /mnt/writetable-@/var/cache mount -t btrfs -o noatime,subvol=@.snapshots /dev/sdY2 /mnt/writetable-@/.snapshots mount -t btrfs -o noatime,subvol=@swap /dev/sdY2 /mnt/writetable-@/swap
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Chrooten und letzte Anpassungen für den Kunden machen z.b. Heimatverzeichnis anlegen, Swapdatei erstellen, fstab etc.
chroot vorbereitungen etc... chroot /mnt/writetable-@/ btrfs filesystem mkswapfile -s 2G -U clear /swap/swapfile weitere anpassungen ... chroot verlassen..
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Seeding Device von der zweiten Festplatte abkoppeln, um diese selbständig zu nutzen. Abkopplung kann etwas dauern, da jetzt alle restlichen Daten von dem Seeding Device hinübergeschoben werden, damit das andere Dateisystem unabhängig und vollständig alle Daten enthält.
umount -R /mnt/writetable-@ # Unmount alle Subvolumen btrfs device delete /dev/sdX1 /mnt/writetable # Entfernen des Seeding devices
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Nun ist /dev/sdY1 ein unabhängiges befülltes btrfs Dateisystem mit einer eigenen UUID. Das Label wird mitkopiert und kann in Nachgang geändert werden.
btrfs filesystem label /mnt/writetable <Neues Label> |
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Falls das Seeding Device (Die Vorlage) mal wieder angepasst werden muss, könnte man so den Flag wieder entfernen und es normal wieder benutzen:
btrfstune -f -S 0 /dev/sdX1 |
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LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 17. Januar 2025, 19:11:51 von Sebastian » |
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Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #8 am: 17. Januar 2025, 08:21:20 »
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Hallo Sebastian,
interessanter Ansatz - aber nicht kompatibel zu meinem jetzt gepflegten System. Dieses besteht aus einer 1TB SSD, auf der 10 Partitionen a 100GB sind (alles esxt4). 8 davon können Systeme tragen (aktuell sind es 5 benutzte), eines ist das Home-Verzeichnis, eines das System, mit dem neue Platten erstellt werden. Die einzelnen Systeme können via grub gebootet werden und werden etwa alle zwei Tage alle mit Updates versorgt. Zusätzlich installiere ich, je nach Neuigkeiten, interessante neue Anwendungen nach. Durch die raschen Bewegungen kann ich diese "Master-Systeme" nicht als "read-only-seeding-Devices" anlegen - sie sind in reger Bewegung (wie jedes Arch-basierte System). Bei einer Installation wird per Menü das jeweils gewünschte System, das gewünschte Dateisystem und zusätzliche Features (wie z.B. ein verschlüsseltes Home-Verzeichnis) angewählt und dann per rsync auf die neue Platte gespült.
LG Andreas
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Sebastian
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #9 am: 17. Januar 2025, 15:05:54 »
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Hallo Andreas,
Ich kenne zwar nicht alle Details wie du deine Systeme pflegst. Aber nicht, das wir aneinander vorbei sprechen. Btrfs nennt das nur "Seeding Device" damit ist aber nicht ein ganzes Gerät gemeint, sondern nur ein einzelnes Btrfs Dateisystem.
Wenn du also 10 Partitionen hast, 8 davon sollen Systeme tragen (aktuell sind es 5) dann hast du doch noch 3 Partitionen für 3 weitere Systeme. Eine Partition könntest du doch dann als "Seeding Device" verwenden, also ein System auf Btrfs Basis. Du kannst es ja auch ganz normal nutzen und pflegen (auch über Grub booten) und müsstest es nur in den Seeding-Modus versetzten, wenn du mal das System auf eine neue Platte schieben möchtest. Danach kannst du es ja aus dem Seeding Modus wieder herausnehmen. Und ganz normal weiter pflegen. Ich weiß ja nicht wie viel und häufig ein System auf Btrfs Basis von deinen Kunden verlangt wird, oder du nutzen wollen würdest. Aber ich denke mal so häufig wirst du es dann wohl nicht Read Only schalten müssen.
PS:
Anscheint, macht so ein umfangreiches System wirklich viel Arbeit. Ich komme mit dem minimal System, das ich habe locker auch mal 1 Monat ohne Updates aus und bekomme keine großen Updateprobleme bzw. muss kaum nachbessern. Aber bei deinen alles könner Systemen echt Wahnsinn was du da für Arbeit reinsteckst. 
LG Sebastian
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Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #10 am: 17. Januar 2025, 17:38:41 »
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Hi Sebastian,
das ganz große "Alleskönner"-Image biete iuch ja kaum noch an (das mit den vielen Desktops). Es geht nur um das KDE-System. Und das soll eben alles können, was Leute so mit ihrem PC machen wollen (außer das System pflegen und lernen): sie wollen es für ihre Aufgaben nutzen. Und diese Aufgaben sind aus den unterschiedlichsten Bereichen: Programmierung, Office, Internet, Video, Audio, Raumplaner, Gartenplaner, Notensatz, Bildbearbeitung, Videobearbeitung um nur ein paar der Aufgaben zu nennen. Es sind Systeme für Anwender, und viele haben mehrere Einsatzgebiete. Ein System wei deines wäre für die Leute nicht nutzbar - genauso wenig wei eine Installation von EndeavourOS. Es kämen jede Menge Fragen wie "womit mache ich Online Banking? Womit schaue ich mir Videos an? Womit plane ich meinen Garten? Je universeller das Werkzeug nutzbar sein soll, desto umfangreicher wird die Pflege. Aber sie können sofort damit loslegen, ohne wochenlange Installationsorgien. Erfahrungsgemäß sind die Fragen nach Updateprobelemen weit weniger als die nach den richtigen Anwendungen für eine bestimmte Aufgabe...
LG Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #11 am: 17. Januar 2025, 18:18:33 »
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@Andreas,
Ich weiß schon, warum dein System für deine Kunden ist, wie es ist. Ich möchte da auch nichts Negatives sagen, trotzdem finde ich es interessant solch ein großes System zu pflegen. Da gibt es dann auf einmal Eigenarten, die mir mit einem minimalistischen System total fremd sind. Das meinte ich damit, dass du da viel Arbeit hineinsteckst.
PS:
Habe nun noch ein wenig mehr mit der Seeding Device Technik geforscht. Und noch ein Anwendungsfall dafür gefunden. Man könnte solch ein Seeding Btrfs als kleine Recovery Partition nutzen. Falls sein System komplett verhauen ist. Könnte man so ein Basissystem wieder auf Grundlage dieses Images zurückspielen. Man müsste nur nach dem Zurückspielen noch die UUIDs in der fstab anpassen (weil die zufällig generiert wird) und danach könnte man sofort wieder booten.
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 17. Januar 2025, 19:09:04 von Sebastian » |
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #12 am: 18. Januar 2025, 07:40:55 »
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Man müsste nur noch sein seeding-System ab und zu auf das letzte einwandfrei laufende anpassen...
Um eine realistische Systempflege zu sehen müsstest Du mal ein System aufsetzen, bei dem so 50...100 Anwenderprogramme drauf sind. Die meisten davon dürften aus den AURs sein und ziehen dann jede Menge Abhängigkeiten (oft auch aus den AURs) nah sich. Und Du würdest sehen: auch so ein System ist relativ leicht zu pflegen. Du brauchst nur Grundkenntnisse und musst mit pacman und yay umgehen können, das ist alles...
LG Andreas
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #13 am: 18. Januar 2025, 08:53:36 »
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Man müsste nur noch sein seeding-System ab und zu auf das letzte einwandfrei laufende anpassen...
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Ich denke, mit ein wenig Gehirnschmalz wäre das vielleicht sogar möglich. Ich denke da an btrfs send/receive um ganze Subvolumen zwischen der Recovery (seeding Device) Partition auszutauschen.
Dafür müsste man ein Script fertig machen, das von dem aktuellen Root Subvolumen (@) ein Snapshot anfertigt. Das Seeding Device (Recovery Partition) wieder in den normalen Modus versetzt. Das @ Subvolumen der Recovery Partition mit dem Snapshot der aktuellen Austauscht. Und dann wieder in den Seeding-Modus versetzt.
So könnte man im laufenden Betrieb die Recovery Partition hin und wieder auf den neusten Stand bringen. Das würde ich aber nicht weiter automatisieren, da man selbst entscheiden muss ob das jetzige System noch funktionsfähig ist und als Seeding Device (Vorlage) taugt.
Zudem sollte man auch bedenken, dass man die Recovery Partition ja nur benötigt, falls man sein Haupt Btrfs Partition total verhauen hat und vielleicht sogar neu anlegen muss. Denn um einen früheren Zustand seines @ Subvolumen wiederherzustellen, würde auch schon ein normaler Snapshot reichen. Da müsste man den Aufwand mit der Recovery Partition nicht betreiben.
Um eine realistische Systempflege zu sehen, müsstest Du mal ein System aufsetzen, bei dem so 50...100 Anwenderprogramme darauf sind. Die meisten davon dürften aus den AURs sein und ziehen dann jede Menge Abhängigkeiten (oft auch aus den AURs) nah sich. Und Du würdest sehen: auch so ein System ist relativ leicht zu pflegen. Du brauchst nur Grundkenntnisse und musst mit pacman und yay umgehen können, das ist alles...
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Das glaube ich Dir das man so ein System auch pflegen kann, wenn man mit pacman und yay richtig umgehen kann. Aber ich weiß nicht, ob ein System mit so vielen Anwendungen wirklich realistisch ist. Mag ich aber auch nicht abstreiten. Ich kenne nur keinen außer Du, der wirklich so viele unterschiedliche Programme benötigt. In meinen Kreis, sind es fast alles hauptsächlich Heimanwender, die mit dem Computer eigentlich nicht viel anstellen, außer damit im Internet zu surfen, spielen oder ein bestimmtes Hobby wie CAT oder so noch haben. Aber alle getrennt gesehen haben nicht so viele Anwendungen. Verstehe aber auch Deine Sicht, Du musst halt ein Systempflegen das alle unterschiedlichen Bedürfnisse abdeckt. Diesen Anspruch bzw. Voraussetzungen habe ich zum Glück nicht. 
Da ich das für jeden Anwender individuell mache. Dann aber auch nicht so eine intensive Betreue wie Du. Weil bei mir das nur ein Freundschaftsdienst ist und nicht professionell. 
LG Sebastian
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« Letzte Änderung: 18. Januar 2025, 09:14:24 von Sebastian » |
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Re:Wiki - BTRFS Diskussionsthread
« Antwort #14 am: 18. Januar 2025, 09:03:11 »
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Wie hoch die Ansprüche an ein System sind kannst Du z.B. sehen, wenn Du mal auf ein Handy schaust wie viele Apps die Leute da so installiert haben. Das sind schon sehr viele - auch bei Leuten, die nur ein (oder wenige) Hobbies haben. 50 Anwendungen für ein persänliches Nutzungsprofil sind da schon ziemlich realistisch. Etwa 15 davon sind bei mir "mandatory" mit installiert: es sind Konsolenprogamme, die man meiner Meinung nach unbedingt braucht, um sein System zu pflegen. und sinnvoll auf der Konsole arbeiten zu können. So halte ich z.B. paru für eine absolut notwendige Anwendung. Paru ermöglicht einem, yay-Pakete ganz einfach in einer chroot-Umgebung bauen zu können. Paru zieht als Abhängigkeit um Bau z.B. go nach. Und so geht das mit vielen Anwendungen weiter. Vielleicht mache ich ja mal einen Thread auf, was für Programme bei einer Installation von mir so mit dabei sind...
LG Andreas
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