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06. Februar 2026, 21:48:33
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Amateurfunk Sulingen
 1   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Nachtrag  am: 04. Februar 2026, 10:55:30 
Begonnen von Nahid | Letzter Eintrag von Andreas
Den Begriff "Freiheit" richtig zu definieren, ist gar nicht so einfach, wie man denken mag. Er wird zunehmend missbraucht von allen möglichen Gruppen mit unterschiedlichsten Zielen. Hier ist sehr viel Psychologie im Spiel, und auch die ist bekanntlich eine Wissenschaft (allerdings keine Naturwissenschaft). Ich beobachte Bewegungen in den Bereichen Freiheit, Selbstpositionierung und emotionale Intelligenz mit großer Sorge - weltweit. Hier findet man einen Beitrag dazu, der Effekte wie das Verfallen in Verschwörungstheorien als "Dummheit" bezeichnet. Diese Bezeichnung hätte ich selbst nicht gewählt (vermutlich, weil ich Dummheit anders definiere als der Autor des Artikels). Aber den dort beschriebenen Beobachtungen kann ich zustimmen.

Kurz zusammengefasst sage ich dazu:
Jeder Mensch hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eine eigene Wahrheit

Freiheit bedeutet nicht, dass man tun und sagen kann was man will


LG
Andreas
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 2   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / staatliche Stellen schleichen sich in Updateprozesse...  am: 02. Februar 2026, 17:25:52 
Begonnen von Andreas | Letzter Eintrag von Andreas
Heise-Medlung zu Notepad++ für Windows

Soso. Durch kompromittieren der Server für den Download von Updates kann man Malware auf Windows-Rechner geschaufelt werden.

Das ist so bei gpg-signierten Paketen, wie bei Linux üblich, nicht möglich. Es sei denn, jemand vertraut blind allen Schlüsseln.

Und wer mit diesen Ausführungen gar nichts anfangen kann, sollte besser seine Finger von IT-Geräten ganz lassen: zu gefährlich für ihn...

LG
Andreas
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 3   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Keiner mehr da...  am: 30. Januar 2026, 18:52:52 
Begonnen von Andreas | Letzter Eintrag von Andreas
Ja, so ist das...

Kaum muss man sich selbst bewegen, da passiert nichts mehr. Erinnert mich an die Menschen auf den schwebenden Tragen in "Wall-E - der letzte räumt die Erde auf". Ich habe ja so viele Gründe, warum ich mich nicht bewegen kann:
  • (1) mir fehlen die Grundlagen
  • (2) meine Schwerpunkte im Leben sind ganz andere
  • (3) ich habe wenig Zeit frei
Ist alles ok - nur dann ist man eben falsch bei dem, worum es hier geht. Hier geht es um Linux, um seine eigene Datensicherheit und Freiheit zu verteidigen. (1) muss man für sich erarbeiten, (2) ist überhaupt kein Grund, sich nicht zu bewegen, (3) bedeutet vornehm übersetzt: ist nicht jemand im TEAM, der mir hilft (TEAM = Toll, Ein Anderer Machts)...

Wie in meinem Footer zu lesen ist, muss man Freiheit aktiv verteidigen. In erster Linie mal für sich selbst, und aus dieser Festung heraus kann man es für andere verteidigen. Da gerade IT und alles was damit zu tun hat ein immer einfacheres Tool wird, um andere fernzusteuern, zu überwachen, ist es sehr sinnvoll und ratsam, sich hier zu wappnen. Nicht zu warten, dass das andere für einen tun (das wird nicht passieren) - man muss sich selbst bewegen.Auch diese Freiheit ist eine Digitalfunktion: entweder, man erreicht sie, oder man erreicht sie nicht. So gut wie alle der ehemaligen Suletuxe haben sie NICHT erreicht. Aber ich bin stolz, wenigstens einen mit Sicherheit "infiziert" zu haben, einen, der sich jetzt intensiv mit Linux und den damit verbundenen Möglichkeiten beschäftigt. Meine Arbeit war nicht umsonst. Aber meine Zeit erlaubt es nicht mehr, jede Menge Hunde zum Jagen zu tragen...

Ich möchte daher die Episode "Suletuxe-Aktivitäten" mit folgendem symbolisch gemeinten Song abzuschließen



LG
Andreas
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 4   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Re:Freiheit  am: 29. Januar 2026, 15:53:30 
Begonnen von Nahid | Letzter Eintrag von Andreas
So habe ich schon immer - auch im direkten persönlichen Gespräch - gesprochen. Ich habe im Laufe meines Lebens sehr viel Erfahrungen gesammelt und bin schon von Kindheit an sehr für Offenheit und Direktheit.
Ich habe allerdings nichts unterstellt oder vorverurteilt - ich habe vermutet. Etwas zu vermuten und es als solches klar zu kennzeichnen sehe ich als eine Grundlage von Kommunikation, einem konstruktiven kontroversen Gespräch. Erkennen kannst Du das an dieser Äußerung von mir:
Zitat:
Vielleicht liege ich ja falsch
Damit ist doch klar, dass ich das lediglich vermute (und hoffe, ein Dementi zu bekommen)...

Und auch hier kommt wieder eine Vermutung von mir (basierend auf der Erfahrung aus hunderten vergleichbaren Diskussionen):

Wenn die Dinge, die ich geschrieben habe, absolut nicht zutreffen, dann kamen sehr schnell Antworten der Art: "Hier liegst Du völlig falsch... Du hast hier etwas missverstanden... Das ist anders rübergekommen als ich es gemeint habe".  Ich vermute (mal wieder), dass ich mit meinen Vermutungen vielleicht doch nicht so falsch gelegen habe (das "ertappt" - Verhalten)... Kann aber nach wie vor auch sein, dass ich völlig falsch liege. Nur kann ich das nicht beurteilen, da Du Dich noch nicht klärend dazu geäußert hast.

"Jedem Gespräch offen gegenüberzustehen, egal wie andersartig die Ansichten des Gegenübers sind" - das habe ich gemacht, bevor es das Internet, genauer gesagt die Social Medias gegeben hat. Mit dem Auftreten genau des letzten haben sich die Verschwörungstheorien exponentiell vermehrt und tun das immer noch - unaufhaltsam. Nach meiner Erfahrung ist es nicht möglich, hier mit zuhören, reden und Argumenten weiterzukommen, weil das Gegenüber Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen ist. Es fühlt sich in seiner Informationsblase viel zu wohl, um sie anzuzweifeln oder gar zu verlassen. In der Zeit, in der eine Irrmeinung logish und argumentativ widerlegt ist, können zehn neue solcher Irrmeinungen und Ansichten aufgestellt werden. Sich damit zu befassen ist dann, leider, reine Zeitverschwendung.

Liege ich denn völlig falsch? Siehst Du Gefahren von 5G ausgehen? Oder hältst Du Corona für einen Fake, die Gefährlichkeit wurde übertrieben,  meinst, die negativen Auswirkungen der  Impfungen waren größer als der Nutzen? Gibt es deiner Ansicht nach Implantate, die wir ohne deren Funktion zu kennen in uns tragen, die uns verfolgbar, auswertbar, transparent machen?

LG
Andreas
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 5   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Re:Freiheit  am: 29. Januar 2026, 14:30:55 
Begonnen von Nahid | Letzter Eintrag von Nahid
Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort.

Bei mir ist es so, daß ich echtes Interesse an einem Dialog mit gegenseitiger Achtung und Interesse an den Ansichten des Gegenübers habe, egal, wie andersartig oder abwegig mir dessen Meinung zunächst einmal erscheinen mag. Wenn dieses Gegenüber sich selbst Gedanken macht (und nicht einfach etwas nachplappert) finde ich es wert, erst einmal zuzuhören, auch wenn das nicht immer leicht ist.
Daher werde ich selbstverständlich auch Deinen Text noch ein paar Mal lesen.

Leider sehe ich mich jedoch mit so vielen Unterstellungen, Mutmaßungen und auch noch Belehrungen  Deinerseits konfrontiert, daß ich das erstmal sacken lassen und drüber nachdenken möchte, wie eine sinnvolle Antwort aussehen könnte. Kann ein paar Tage dauern.

Ich frage mich allerdings schon: ist das jetzt die normale Art des Umgangs mit einander geworden? Hättest Du mir all das auch in einem persönlichem Gespräch so gesagt oder ist es die Distanz durch die Schriftform, die das möglich macht?

Wie auch immer, ich finde es irgendwie ziemlich kraß...

Mit sehr nachdenklichen Grüßen
Nahid


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 6   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Re:Freiheit  am: 29. Januar 2026, 09:16:03 
Begonnen von Nahid | Letzter Eintrag von Andreas
Hallo Nahid,

leider ist es so: ohne, dass man sich mit einer Thematik beschäftigt, wird man auch nicht schlau / besser im Umgang mit ihr. Das gilt für ALLE Bereiche.

Ich lese in deinem Post drei Begriffe: "2020, Überwachung IN uns und 5G-Technologie", Bei 2020 fallen mir sofort die Aluhut-Verschwörungstheorien rund um Corona ein. Diese völlige Verkennung der Lage, die damals stattgefunden hat. Leute, die geleugnet haben, dass in NY die Kühlwagen für die Leichen nicht mehr gereicht haben. Es gab niemals Tote usw. Und beim Thema "5G" fallen mir die ganzen Verschwörungsthemen dazu ein. Ich habe als Physiker und Funkamateur weiß Gott genug Sach- und Fachkenntnisse, auch grenzenüberschreitend, um dieses Thema auch ohne externe Hilfe beurteilen zu können.

Ich habe schon seit meiner Jugend diesem kapitalorientierten Wirtschaftssystem kein Vertrauen entgegengebracht. Die Ziele "Wachstum" und "Profit" sind falsch. Durch die Macht des Kapitals mischt sich immer mehr Lobbyarbeit in die Politik aller Parteien. Der Mensch scheint so gebaut zu sein, leider. Das passt mir auch nicht, hat aber nicht zu einem völligen Misstrauen gegen "die da oben" geführt. Um es mit einem Zitat aus "Krieg der Sterne" zu beantworten: "Das ist die dunkle Seite der Macht"...

Durch die Social Medias ist es heutzutage für jeden Flachdenker ein leichtes, noch so abstruse Gedanken in der Welt zu verbreiten. Die Geschichte hat gezeigt: treffen sie auf unzufriedene Menschen und bieten einfache Antworten, dann ziehen sie. Egal, ob sie stimmen oder nicht. Das ist kein deutsches Problem, es ist ein menschliches.

Dort, wo durch die Unzufriedenheit nationale und nationalsozialistische Ideen in die Politik fließen, wo neue Autokraten entstehen, da geht die Freiheit den Bach runter. Aber sie geht auch dort den Bach runter, wo DURCH DIE FREIHEIT Verschwörungstheorien eine Bühne gegeben wird.

Ich engagiere mich z.B. sehr für einen schnellen und nachhaltigen Klimaschutz. Dass wir endlich einsehen, dass die fossilen Energieträger der falsche Weg waren, auch wenn sie uns erst zu unserem Stand gebracht haben, den wir heute haben. Aber zum Leben gehört auch die Einsicht, dass man (auch man selbst) Fehler gemacht hat, und eben auch dass man daraus lernen kann und will. Nur stehen auch hier jede Menge Falschinformation und Verschwörungskram im Weg...

Ich bin ein Gegner von flächendeckender Überwachung (deswegen nutze ich ja auch Linux und habe mich im Laufe der Jahrzehnte in die Zusammenhänge eingearbeitet) und lehne Palantir ab. Wo ich kann, erhebe ich meine Stimme gegen diese Sachen.

Vielleicht liege ich ja falsch, aber mir drängt sich beim Lesen deines Posts der Eindruck auf, dass Du einigen Verschwörungstheorien zum Opfer gefallen bist. Gründe, dass einem das passiert, sind mannigfaltig. Du kannst ja nochmal was zu den Themen
2020
5G-Technologie
Überwachungstechnik IN uns
schreiben - vielleicht liege ich ja auch falsch. Ich stelle nur fest: wenn man unbedacht und ohne Wissenshintergrund im Internet rumschaut, dann fallen einem 10 Fakes auf einen Fakt auf. Die Fakes sind meist leicht zu verstehen, leuchten auf den ersten Eindruck ein, es gibt viele Likes dazu. Der eine Fakt dagegen steht meist recht einsam da. Mit seitenlangen wissenschaftlichen Untermauerungen versehen, ist er den meisten schon viel zu aufwändig um ihn zu lesen - folglich gibt es dort kaum Likes. Niemand hat die Lust (ist vielleicht auch zu bequem??), die Zeit und sieht für sich keinen Sinn, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Daher sind die Gebäude vieler Menschen, besonders derer, die sich in Social Medias aufhalten, auf Sand gebaut.

Auch die Thematik "Freiheit" setzt, wenn man sich sach- und fachgerecht mit ihr beschäftigen will, eine enorme Menge an Know-How und Zeit voraus, was man haben / aufbringen muss. Wie bei Linux. Ohne diese Investitionen wird man das Ziel einer möglichst faktenbasierten Beurteilung nicht erreichen. Man kann sich auch darin einarbeiten - sicher. Ich habe dies parallel zu meiner Beschäftigung mit Elektronik, Astronomie, Quantentheorie, Linux, Wirtschaftssysteme und gesellschaftliche Organisationsmöglichkeiten, Religionen usw. getan und beschäftige mich täglich mit all diesen Dingen. Und natürlich fällt mir dabei auf, wie schnell und stark unsere Gesellschaft schon verdummt ist und weiter verdummt, wie sehr die Menschen anfällig sind für Verschwörungstheorien, und wie sie sich immer mehr von dem abwenden, was uns unser heutiges Leben erst ermöglicht hat: der Wissenschaft...

LG
Andreas
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 7   allgemeine Kategorie / Allgemeine Diskussionen / Freiheit  am: 28. Januar 2026, 22:04:47 
Begonnen von Nahid | Letzter Eintrag von Nahid
Hallo an alle, ich wage mich jetzt mal hier "in die Höhle der Linux-Löwen" mit einem Thema, das über Linux hinaus geht.
Vorweg zu mir: ich heiße Nahid und hatte vor mehreren Jahren, ich glaub 2017 rum, versucht, in der Linux-Interessen-Gruppe Fuß zu fassen. Es war mir nicht gelungen. Der Punkt war nicht - wie hier so oft beklagt - die Bequemlichkeit, sondern ich habe als überwiegend analog/natürlich lebender Mensch einfach keinen Zugang bzw. gangbaren Weg gefunden, um die Maschine/die Programme, mit deren freundlicher Unterstützung ich mich jetzt an Euch wenden kann, besser kennen zu lernen. Ohne Hilfe hätte ich meinen Laptop wahrscheinlich eher ganz still gelegt, statt von Windows auf Linux Mint umzustellen.
1. weil mir die Grundlagen fehlen
2. weil meine Schwerpunkte im Leben ganz andere sind (eher draußen, Pflanzen und Tiere)
und 3. meine Art zu leben mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist, sodaß ich auch einfach wenig Kapazitäten frei habe, mich in so ein komplexes Thema, was mir eh fremd ist, einzuarbeiten.

Dennoch finde ich nach wie vor den Linux-Ansatz absolut konsequent und richtig und freue mich für und über alle, die diesen Weg gehen.

Durch Zufall kam ich vor ein paar Tagen mit einer Bekannten auf das Thema Linux und ich erzählte ihr von der Gruppe, die es mal gab. Sie hatte Interesse und so schauten wir uns gemeinsam die Internetseite an. Dabei fiel mir auf, daß hier immer wieder der Begriff "Freiheit" auftaucht.

Damit komme ich zu dem Thema, warum ich mich bei Euch melde: Freiheit.

Ich weiß ja nicht, wie ihr die Welt so erlebt. Ich selbst habe dem "herrschenden System" schon immer sehr stark mißtraut (zu recht, wie ich finde), aber im Jahr 2020 wurde es für mich dann absolut irre und es wird meiner Beobachtung nach immer schlimmer.

Wenn es so weiter geht, wird Freiheit bald Geschichte sein.

Daher habe ich beschlossen, daß ich aktiv werden möchte bzw. muß.
Eine Mitstreiterin habe ich schon gefunden und Ideen gibt es auch bereits.

Und nun möchte mal in diese Runde fragen:
Gibt es hier welche, die sich intensiver mit Themen wie flächendeckende 5G Mikrowellentechnologie, digitale ID, digitales Geld/Bargeldabschaffung, Überwachungstechnologien (um uns, an uns und auch IN uns) usw. beschäftigen und ebenfalls Interesse an Vernetzung (und evtl. Öffentlichkeitsarbeit) hätten?
(Falls es dazu schon Forumsbeiträge gab, bitte ich um Entschuldigung, ich habe natürlich nicht alles lesen können).

Würde mich über Rückmeldungen sehr freuen.

Viele Grüße von Nahid


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 8   allgemeine Kategorie / Installation, Einrichtung und Systempflege / NVIDIA 590 Treiber stellt Support für ältere GPUs (GTX 10xx) ein  am: 21. Dezember 2025, 13:08:30 
Begonnen von Sebastian | Letzter Eintrag von Sebastian
Alle die noch eine ältere Nividia Grafikkarte haben denkt daran vor dem Update entweder die NVIDIA Treiber zu entfernen und auf Nouveau treiber umzusteigen oder die DKMS Variante aus dem AUR zu installieren.

Ansonsten funktioniert beim nächsten Start euere Grafischeoberfläche nicht mehr!

NVIDIA 590 driver drops Pascal and lower support; main packages switch to Open Kernel Modules


LG
Sebastian
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 9   allgemeine Kategorie / Tutorials / Re:BTRFS Generation was ist das? Und wie hilft dies bei inkrementelle Backups?  am: 17. Dezember 2025, 11:43:24 
Begonnen von Sebastian | Letzter Eintrag von Sebastian
Der Btrfs Generation-Zähler lässt sich auch sehr gut mit Konzepten aus Git vergleichen. Gerade für Nutzer, die regelmäßig mit Git arbeiten, wird damit schnell klar, warum dieser Mechanismus so mächtig ist.

In Git beschreibt jeder Commit einen eindeutigen Zustand des Repositories. Ein Commit repräsentiert nicht nur „den aktuellen Stand“, sondern enthält implizit auch die komplette Historie bis zu diesem Punkt. Ähnlich verhält es sich bei Btrfs mit der Generation-Nummer: Jede Generation beschreibt einen klar definierten Zustand des Dateisystems, inklusive aller vorherigen Änderungen (Ausser von nicht mehr Refernezierten Daten).

Man kann sich die Generation dabei wie einen fortlaufenden Commit-Zähler vorstellen. Während Git mit Hashes arbeitet, verwendet Btrfs eine monoton steigende Zahl. Das Prinzip ist jedoch vergleichbar: Alles, was nach Generation X passiert, entspricht in Git sinngemäß allem, was nach Commit X hinzugekommen ist.

Der Befehl btrfs subvolume find-new entspricht gedanklich einem sehr gezielten git diff. Statt zwei Commits miteinander zu vergleichen, sagt man Btrfs: „Zeige mir alle Änderungen seit Generation X.“ Das Dateisystem kann diese Frage exakt beantworten, weil jede Metadaten-Änderung mit einer Generation markiert ist. (Auch das gilt nur für noch Referenzierte Daten)

Auch btrfs send -p lässt sich direkt auf Git übertragen. Der Parent-Snapshot entspricht einem Basis-Commit, von dem aus ein inkrementeller Patch erzeugt wird. Btrfs send erstellt keinen heuristischen Vergleich, sondern ein exaktes Delta aller Extents mit einer höheren Generation als der Parent. In Git-Terminologie wäre das vergleichbar mit einem sauberen Patch, der ausschließlich die Änderungen seit dem letzten Commit enthält.
Ergebnisbewertung: Der Send-Stream ist deterministisch und frei von überflüssigen Daten, vergleichbar mit einem minimalen Commit-Diff.

Snapshots selbst kann man sich wie Branches vorstellen. Jeder Snapshot friert einen bestimmten Zustand – also eine konkrete Generation ein. Weitere Änderungen erhöhen die Generation, ohne den alten Zustand zu verändern. Genau wie bei Git bleibt ein alter Commit unverändert, egal wie sich der Branch weiterentwickelt.

Der große Unterschied zu ext4 wird mit dieser Analogie besonders deutlich. ext4 kennt weder Commits noch Diffs auf Dateisystemebene. Es gibt keinen globalen „Commit-Zähler“, der beschreibt, in welchem konsistenten Zustand sich das Dateisystem befand. Man arbeitet dort eher ohne Versionskontrolle, während Btrfs funktional einem versionierten Dateisystem ähnelt.

Änlich deshalb weil anders als wie bei git wo zu jeden Commit zurückgerollt werden kann – btrfs nur zu den Generationen zurückspringen kann die mithilfe eines Snapshots festgehalten wurden. Da ohne einen Snapshot Daten die nicht mehr Rferenziert werden im Diff fehlen.

Für forensische Analysen ist dieser Vergleich besonders hilfreich. So wie man in Git exakt nachvollziehen kann, welcher Commit welche Änderung eingeführt hat, kann man bei Btrfs anhand der Generation rekonstruieren, ab wann bestimmte Daten existierten oder verändert wurden. Diese Nachvollziehbarkeit ist ein integraler Bestandteil des Dateisystems und kein nachträglich aufgesetztes Werkzeug.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Btrfs Generation-Zähler ist konzeptionell näher an Git als an klassischen Dateisystemen. Wer Git versteht, versteht auch, warum Btrfs Änderungen präzise verfolgen, vergleichen und reproduzieren kann – und warum ext4 diese Fähigkeiten grundsätzlich nicht bieten kann.

Um es noch mal klar zu machen. Btrfs Visioniert nicht wie git, deshalb fehlen immer Daten die von keinen Snapshot oder Subvolumen mehr gehalten werden. Trotzdem lassen sich auf diese Art ein Zustand zwischen einen vorherigen Snapshot und den ist zustand vergleichen. Quasi was in der Ausgabe fehlt wurde bis dato gelöscht und was hinzugekommen ist, ist in der Ausgabe mit drin enthalten.

LG
Sebastian
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 10   allgemeine Kategorie / Tutorials / BTRFS Generation was ist das? Und wie hilft dies bei inkrementelle Backups?  am: 15. Dezember 2025, 12:11:27 
Begonnen von Sebastian | Letzter Eintrag von Sebastian
Einleitung:

Btrfs bringt im Vergleich zu klassischen Dateisystemen einige interne Mechanismen mit, die weit über reine Datenspeicherung hinausgehen. Einer davon ist der sogenannte Generation-Zähler (Generation Counter).

TLDR;

Jede Änderung an einem Btrfs-Dateisystem erhöht eine globale Generation-Nummer. Diese ermöglicht es, Änderungen exakt nachzuvollziehen, inkrementelle Sends effizient umzusetzen und den Zustand eines Subvolumes zu einem bestimmten Zeitpunkt reproduzierbar zu analysieren – ein Konzept, das ext4 grundsätzlich fehlt.

Hauptteil:

Der Btrfs Generation-Zähler ist ein monoton steigender Zähler, der bei jeder strukturellen Änderung des Dateisystems erhöht wird. Dazu zählen unter anderem:

  • Schreiben oder Löschen von Dateien
  • Metadatenänderungen wie Rechte, Zeitstempel oder Extent-Zuordnungen


Diese Generation wird sowohl im Dateisystem selbst als auch in Snapshots gespeichert. Ein Snapshot repräsentiert damit nicht nur einen inhaltlichen Zustand, sondern auch eine klar definierte Generation des Dateisystems.

Der entscheidende Vorteil gegenüber ext4 liegt darin, dass Btrfs Änderungen explizit versioniert. ext4 kennt zwar Zeitstempel und Journal-Mechanismen, aber keinen globalen, konsistenten Änderungszähler, der eine exakte Abgrenzung von „alles seit Zeitpunkt X“ erlaubt.

Btrfs nutzt diesen Mechanismus intern unter anderem für:

  • Inkrementelle Backups mit btrfs send -p
  • Analyse von Änderungen mit btrfs subvolume find-new


Damit wird nicht geraten oder heuristisch verglichen, sondern exakt anhand der Generation entschieden, welche Extents neu oder verändert sind.

Beispiele:

Angenommen, ein Subvolume @home hat aktuell folgende Generation:
Code:

btrfs subvolume show /home


Die Ausgabe enthält unter anderem:
Code:

Generation: 12045


Nach einigen Dateiänderungen ist die Generation auf 12080 gestiegen. Um alle Änderungen seit Generation 12045 aufzulisten, kann folgender Befehl verwendet werden:
Code:

btrfs subvolume find-new /home 12045

Das Ergebnis listet alle Dateien und Pfade auf, deren Extents seit dieser Generation neu angelegt oder verändert wurden. Intern wertet Btrfs dabei exakt die Generationen der Metadaten aus.
Ergebnisbewertung: Die Ausgabe ist vollständig und deterministisch, es gibt keine Fehlklassifikationen durch Zeitstempel oder Dateigrößen.

Genau dieses Prinzip nutzt auch btrfs send -p. Der Parent-Snapshot liefert die Referenz-Generation, und Btrfs sendet nur die Extents, deren Generation höher ist als die des Parent-Snapshots.
Ergebnisbewertung: Der Send-Stream enthält ausschließlich echte Änderungen, unabhängig von Dateinamen, Inodes oder Kopierwegen.

Fazit:
Der Generation-Zähler macht Btrfs zu einem nachvollziehbaren, versionierten Dateisystem. Für jede Generation lässt sich exakt bestimmen, in welchem Zustand sich ein Subvolume befunden hat. Das ist nicht nur für Backups relevant, sondern auch für forensische Rekonstruktionen ein enormes Plus: Es kann präzise nachvollzogen werden, was sich wann geändert hat.

ext4 bietet hierfür kein vergleichbares Konzept. Ohne globale Generationen bleibt dort nur eine indirekte Analyse über Zeitstempel oder Journaldaten, die weder vollständig noch reproduzierbar ist.
Btrfs liefert mit seinem Generation-Zähler eine zusätzliche Ebene der Datenintegrität und Nachvollziehbarkeit, die klassische Dateisysteme grundsätzlich nicht erreichen.

Quellenangabe:


LG
Sebastian
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